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Die Radierung

Ein kleiner Einblick in die Technik der Kaltnadel, der Strichätzung und Aquatinta.

Radieren wird aus dem Lateinischen abgeleitet: radere = kratzen, schaben. Eine Radierung ist eine Strichätzung, im weitesten Sinne ist es jede Tiefdruckgrafik, die mit Hilfe von Säureeinwirkung hergestellt wird.

Die Metallplatte (Kupfer oder Zink) wird mit einem Ätzgrund beschichtet, in welchen mit der Radiernadel (eine spitz zugeschliffene Stahlnadel) Linien gezogen werden, die gerade tief genug sind, um das Metall freizulegen.

Die Zeichnung erscheint nun hell auf dem dunklen Grund.

Es wird seitenverkehrt geritzt, damit das Bild auf dem Abzug seitenrichtig erscheint.

Die Rückseite der Platte wird mit Abdecklack abgedeckt. Nun kann geätzt werden.

Im Ätzbad greift die Säure (z. B. Salpetersäure 10 - 11 Baume`, Eisen-3-Chlorid 30 - 32 Baume`. Die Baume`- Skala dient zur Bestimmung der Dichte der Säure) das freigelegte Metall an. Je nach Stärke und Dauer des Ätzbades ergibt sich die Tiefe der Linie. Salpetersäure ätzt schneller als Eisen-3-Chlorid, entwickelt aber gesundheitsschädliche Dämpfe. Die Beschichtungen werden entfernt und es kann gedruckt werden.

Die Kupferdruckfarbe wird mit Hilfe einer Gummiwalze auf die Platte gebracht. Mit dem Gazetuch, Papier, Ledertampon und der Hand wird die Farbe vorsichtig ausgewischt, so daß sie nur in den Vertiefungen hängen bleibt.

Lässt man eine leichte Farbschicht stehen, bezeichnet man dieses als Plattenton.

Bei der Kaltnadel wird die Platte nur mit der Stahlnadel bearbeitet und ohne Ätzvorgang gedruckt. Das Aquatinta ist eine Flächenätzung, die z.b. mit Hilfe von Kolofoniumstaub, Asphaltlack u.a. hergestellt wird.

Ich arbeite überwiegend mit Kupferplatten, meistens als Strichätzung und Aquatinta.

Durch jahrelanges radieren und experimentieren mit neuen Materialien entstehen neue Ideen, die dann das kleine Geheimnis eines jeden Radierers bleiben.

Meine Farbradierungen von einer Platte zum Beispiel.

Zum Drucken verwendet man schwach geleimtes, saugfähiges Papier, Kupferdruckpapier. Das Papier wird kurz vor dem Druck in ein Wasserbad getaucht, oder mit einem Schwamm befeuchtet, anschließend zwischen saugfähigem Papier gepresst.

Auf einer Tiefdruck-Handpresse wird gedruckt (Handdruckverfahren).

Die Anzahl der von einer Platte abgezogenen und limitierten Drucke ist die Auflage.

Die ersten Abzüge werden mit e.a. unterzeichnet, d.h.: E`preuve d ` artiste - Künstlerandruck- es sind die qualitätvollsten Abzüge.

Der erste datierte Kupferstich, "Geißelung Christi", stammt aus dem Jahre 1446 (Deutsches Museum München).


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